BeispielbildKindertagesstätte
Träger: Stadt Leipzig - Amt für Jugend und Familie
Einrichtungsbesonderheiten In unserem Haus werden die Kinder von 10 pädagogischen Fachkräften in 2 Krippengruppen (Erdgeschoß) und im offenen Kindergartenbereich (obere Etage) betreut.Den beiden Krippengruppen stehen jeweils ein Gruppenraum und ein Schlafraum zur Verfügung. Wobei die Schlafräume tagsüber auch als Bewegungsraum genutzt werden.Es gibt einen separaten Garten für die Krippenkinder und einen Garten für die Kindergartenkinder. Wir arbeiten in unserer Kita nach dem kindzentrierten Prinzip. Das heißt für uns, Kinder zu begleiten, sie zu unterstützen, sie in ihrem Handeln ernst zu nehmen, sie handlungsfähig zu machen und offen für ihre Neugierde, ihren Bewegungs- und Entdeckungsdrang zu sein.Es geht darum den Spuren der Kinder zu folgen und nicht gegen Ihre Impulse zu arbeiten.Wir unterstützen dies durch Themenräume, die in ihrer Gestaltung an den momentanen Interessen der Kinder orientiert sind. Es gibt aktuell: einen Rollenspielraum eine Bewegungsbaustelle/Musik/Tanz/Angebotsraum einen Experimentierbereich eine Zahlen- und Buchstabenwerkstatt mit Kinderbüro drei Baubereiche einen Kreativbereich einen Bewegungsraum eine Leseecke eine Bibliothek ein KinderrestaurantDurch die speziell gestalteten Räume wird das Spiel der Kinder intensiver und komplexer, die Perspektiven der Kinder erweitern sich. Pädagogische Grundsätze Der sächsische Bildungsplan stellt Bewährtes und Erprobtes in einen neuen Kontext. Mit ihm wird der §2 des Sächsischen Kindertagesstättengesetzes mit Leben erfüllt. Der Bildungsplan ist die Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen. Ihm liegt folgendes Bildungsverständnis zugrunde: Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung Kinder haben ein Recht auf Anerkennung ihrer Individualität Kinder brauchen mindestens einmal am Tag das Gefühl ein „Könner“ zu sein Kinder brauchen emotionale Sicherheit und Zuwendung als Basis für kindliche Lernprozesse und die Entwicklung seines Selbst Bildung ist Selbstbildung in sozialen Zusammenhängen Kinder lernen aktiv für einen persönlichen Sinn Kinder lernen komplex durch spielerische Aktivitäten und aktives Spiel Kinder lernen durch Teilhabe und Aushandlung mit anderen Kindern und Erwachsenen Eingewöhnung Mit der Aufnahme in die Kindertageseinrichtung beginnt für die Familien und insbesondere für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Unsere Methodik der Eingewöhnung ist an das „Berliner Modell“ angelehnt. Die Kinder verlassen für einen Teil des Tages ihre gewohnte Umgebung und ihre Bezugspersonen. Um diesen Übergang zu erleichtern, begleitet ein Elternteil als vertraute Bindungsperson das Kind in der Eingewöhnungszeit. Dadurch kann das Kind die neue Umgebung geschützt entdecken und Kontakt zur pädagogische Fachkraft und den anderen Kindern aufnehmen.Entsprechend dem individuellen Verlauf der Eingewöhnung wird der Rückzug der Eltern schrittweise aus der Kindertageseinrichtung begleitet. Gegenstände, die für das Kind wichtig sind (z. B. Kuscheltier) können jederzeit mitgebracht werden.In persönlichen Elterngesprächen (ein Erstgespräch mit der künftigen Bezugserzieherin vor Beginn der Eingewöhnung ist Standard) werden wichtige Informationen über die jeweilige Lebenssituation der Kinder und ihrer Eltern, über Ess- und Schlafgewohnheiten des Kindes besprochen.Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind eine Beziehung zur pädagogischen Fachkraft aufgebaut hat, die von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Die Dauer richtet sich nach dem individuellen Verlauf. Sie beträgt durchschnittlich vier Wochen. Beobachtung und Dokumentation Prozessbegleitender Bestandteil in unserer Kindertageseinrichtung ist die Beobachtung der Kinder im erzieherischen Alltag mit dem Ziel, ihre Themen und Interessen zu erkennen und zielgerichtet ihre Selbstbildungsprozesse zu unterstützen.Deshalb wird jedes Kind kontinuierlich beobachtet und die Ergebnisse in Wort und/oder Bild festgehalten und für die Dokumentation aufbereitet.Die Dokumentation erfolgt z.B. in Form von Bildungs- und Lerngeschichten, Ergebnisprotokollen und ausgewählte Kinderarbeiten in einem persönlichen Portfolio. Die Kinder sind dabei aktiv beteiligt an der Gestaltung und Aufbewahrung ihres Portfolios. Sie sollen jederzeit die Möglichkeit haben, ihren eigenen Entwicklungsprozess wahrzunehmen und sich mit Interessierten auszutauschen. Mit Beendigung des Betreuungsvertrages wird das Portfolio den Kindern übergeben.In unserer Kindertageseinrichtung wird die Entwicklung eines jeden Kindes unter Einhaltung des Datenschutzes dokumentiert.Im Rahmen der Schwerpunktaufgabe Beobachtung und Dokumentation werden alters- und entwicklungsabhängig hauptsächlich die Beobachtungsinstrumente -“Die sieben Intelligenzen“ und -“Bildungs- und Lerngeschichten“ situationsabhängig angewendet.Zur Feststellung von besonderem Förderbedarf werden außerdem die „Grenzsteine der Entwicklung“ herangezogen.Im offenen Kindergartenbereich werden kontinuierlich Beobachtungen von allen Fachkräften durchgeführt, dokumentiert und im Karteikasten abgelegt. Die Bezugserzieherin/der Bezugserzieher nutzt diese Notizen zur Vervollständigung ihrer/seiner Beobachtungen. Die monatlichen Beobachtungskinder werden bei Bedarf in den Kleinteam-Sitzungen zusätzlich besprochen.Mindestens 1x jährlich bieten wir den Eltern ein Gespräch über die Entwicklung ihres Kindes unter Berücksichtigung der dokumentierten Beobachtungen an.Zur Transparenz unserer pädagogischen Arbeit und um die Lern-und Entwicklungswege der Kinder auch für Eltern außerhalb des Portfolios sichtbar zu machen nutzen wir zwei digitale Bilderrahmen, die das Tagesgeschehen aktuell wiedergeben.Sowohl in den Krippengruppen als auch im Kindergarten gibt es einen schriftlichen Wochenrückblick, mit besonderen aber auch alltäglichen Begebenheiten.Es gibt ausgewiesene Ausstellungsflächen im ganzen Haus, auf denen die Kinder ihre Werke präsentieren können. Entwicklungsgespräche Entwicklungsgespräche sind individuelle Gespräche, in denen sich Eltern und Erzieherin/Erzieher über die Entwicklung des Kindes austauschen. Sie finden in unserer Einrichtung regelmäßig mit allen Eltern statt, basieren auf Beobachtungen, die Erzieher/Erzieherin und Eltern vom Kind machen. Sie dienen der weiteren Sensibilisierung der Eltern für ihr Kind und der gemeinsamen Abstimmung bei der Begleitung der kindlichen Entwicklung. Die Entwicklungsgespräche werden von den Erziehern initiiert und sind in unserer Konzeption verankert. Schulvorbereitung Die Grundlage für die Ausgestaltung des Schulvorbereitungsjahres bildet die sächsische Schulvorbereitungsverordnung v. 15.08.06 im Zusammenhang mit der „Gemeinsamen Vereinbarung zur Kooperation von Kindergarten und Grundschule“ in Sachsen, sowie der „Gemeinsamen Vereinbarung zur Kooperation von Jugendamt und Regionalschulamt in Leipzig“ vom 27.Oktober 2004. Der Kindergarten und die Grundschule sind Institutionen, die ausgehend von den individuellen Entwicklungsvoraussetzungen der Kinder und im engen Kontakt mit den Eltern ihren spezifischen Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen. Beide tragen Verantwortung dafür, dass Kinder und ihre Familien einen konfliktarmen Übergang von einer Einrichtung zur nächsten ermöglicht bekommen. Die Verantwortung für die Ausgestaltung des Schulvorbereitungsjahres trägt die Kindertageseinrichtung und für die Ausgestaltung der Schuleingangsphase die Grundschule. Es besteht eine Kooperation mit der Grundschule Großzschocher und dem Hort. Erziehungspartnerschaft / Elternbeirat Ein wesentliches Element unserer pädagogischen Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Diese basiert auf einem partnerschaftlichen Miteinander zum Wohl der Kinder. Eine Konstante in diesem partnerschaftlichen Miteinander stellt der Elternbeirat unserer Einrichtung dar. Dieser Elternbeirat wird jährlich gewählt und sichert die Mitwirkung der Elternschaft bei allen wesentlichen Angelegenheiten bzgl. der Einrichtung. Dem Elternrat steht eine Informationstafel im Eingangsbereich zur Verfügung. Der Elternrat hat bei Problemen ein Recht auf Anhörung und ein Recht auf Mitwirkung bei allen relevanten, die Einrichtung betreffenden Entscheidungen.Die Elternvertreter treffen sich in regelmäßigen Abständen (ca. alle 8 Wochen), diese Treffen werden eigenständig organisiert. In einem Protokoll, welches in der Einrichtung ausgehangen wird und auch auf Wunsch per E-Mail verteilt wird, können die Eltern die Ergebnisse der Zusammenkunft nachlesen.Der Elternrat verpflichtet sich, stets die Anregungen und Probleme der Eltern wahrzunehmen und diese mit der Einrichtungsleitung zu besprechen. Die Arbeit des Elternrates muss transparent gestaltet werden, sowohl gegenüber den Eltern als auch gegenüber den Mitarbeiterinnen der Einrichtung. Über anstehende Veränderungen innerhalb der Einrichtung wird der Elternrat im Vorfeld durch die Leiterin informiert.Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen Elternrat und Leiterin. Auf Wunsch der Elternvertreter nimmt die Leiterin oder eine Erzieherin an den Versammlungen teil. Qualitätsentwicklung Wir wenden das Qualitätsentwicklungsinstrument QuiK (Qualität in Kindertageseinrichtungen) an – ein Produkt der Nationalen Qualitätsinitiative für Kindertageseinrichtung erarbeitet vom Institut PädQuis gGmbH Freie Universität Berlin. Mit diesem Instrument evaluieren wir unsere pädagogische Arbeit.
Gebäude für Rollstuhlfahrer eingeschränkt zugänglich. Im Rahmen des ESF-Projektes „Kinder stärken 2.0" bietet die Kita zusätzliche pädagogische Unterstützung für Kinder mit besonderen Lern- und Lebenserschwernissen.