




Kindertagesstätte
Träger: VHS Bildungswerk GmbH
Kurz-Konzept der BurgKita Die Träger der BurgKita sind – als Kooperationspartner - die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und die VHS–Bildungswerk GmbH. In unserer BurgKita werden durchschnittlich 50 Kinder, davon ca. 15 im Alter von 0 - 3 Jahren und ca. 35 Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Warum eine Kita der BURG anders ist? Natürlich bietet eine Kindertagesstätte an der BURG das Gleiche was auch andere Kitas bieten: gut geschulte und professionelle pädagogische Fachkräfte mit speziellen Fähigkeiten und Interessen, ansprechende Räumlichkeiten, funktionierende Strukturen. Und natürlich unterstützt eine Kindertagesstätte der BURG die Eltern auch wie eine andere Kita: mithilfe einer Ganztagsbetreuung, anregenden Angeboten für die Kinder und regelmäßigen, gesunden Mahlzeiten. Und doch ist die Kita der BURG etwas ganz Besonderes. Hier sieht man schon von außen, dass drinnen Kreativität und das Unkonventionelle den Ton angeben. Mit einer architektonischen Gestaltung, die Akzente setzt, merkt man schnell, dass diese Kita ein lebendiger Ort, ein Raum für Neues ist. Ganz im Geiste der Kunsthochschule eröffnet sich Kindern wie Studierenden hier ein spannendes Experimentierfeld. Denn wie die ‚Großen‘ lernen die ‚Kleinen‘ kreativ mit Dingen und Herausforderungen umzugehen. Es gibt Materialien, die nicht nur bei Kindern die Fantasie herausfordern und die Finger kribbeln lassen. Alles verführt hier zum Ausprobieren, zum Verändern, zum Gestalten – so bietet die BURG den Kindern und Mitarbeitenden mithilfe sensibler Gestaltung eine optimale Struktur. Unsere Kita befindet sich in einem sanierten Anbau am Volkspark. Im Erdgeschoss sind zwei Räume, die vorzugsweise für die Bedürfnisse von Kindern unter 3 Jahren eingerichtet sind, der Essenraum mit offener Küche und das Leiterinnenbüro. Das Obergeschoss gliedert sich in zwei Gruppenäume: einen Kreativ- und Leseraum und einen weiteren Raum, der für Bauen, Konstruktion, Puppenspiel und Musik zur Verfügung steht. Des Weiteren wird der Flur als Garderobe und als Spielort genutzt. Im Dachgeschoß ist unser Baumhaus zu finden, in dem Morgenkreise, Kinderkonferenzen, Angebote und Projekte sowie der Mittagsschlaf als auch freies Spiel stattfinden. Die Ausstattung wurde von der Kunsthochschule Halle konzipiert und gebaut. Sie ist multifunktional und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Die Innenwände sind als Kombination von Stau- und Spielraum gedacht und bieten vielfältige Möglichkeiten für die Kinder. Die verschiedenen Nischen, Durchgänge und Spielecken bieten Raum für weitere Ideen, fördern die kindliche Fantasie und regen die Kreativität an. Kinder können aktiv ihren Spielinteressen und anderen Tätigkeiten nachgehen. Unser Außengelände Mit seiner ca. 2300 m² großen Fläche ist die Außenanlage der BurgKita für die 50 Krippen- und Kindergartenkinder eine großzügige Fläche, in welchem sich Bereiche zum aktiven Spielen als auch zum Zurückziehen befinden. Der Einsatz verschiedener Materialien, Untergründe und die Geländebeschaffenheit trägen dazu bei, dass die Kinder verschiedenste sensorische und taktile Erfahrungen machen und ihre Sinne schulen können. Das Design und das Konzept der Kita werden in der natürlichen Gestaltung der Außenanlage fortgeführt und bilden dadurch in ihrer Wirkung eine Einheit. Das komplette Außengelände ist weitestgehend naturbelassen und zumeist mit Naturmaterialien (Holzhäuschen und Hütten, Tipis aus dünnen Stämmen, Holzbalken) gestaltet und durch den alten Baumbestand gegliedert. Zum westlich gelegenen Tor schließt eine große Pflasterfläche an. Diese kann als Fahrzeug-Fahrfläche, für Sportwettkämpfe, für Verkehrserziehung als auch zum Bemalen genutzt werden. Darauf befindet sich eine „Garage“, die die Kinder gern als Haus bespielen und eine Rückzugsmöglichkeit darstellt. Der große unbefestigte Teil südlich des Gebäudes ist mit Spielhügel, Rutsche Sandspielbereich, Nestschaukel, Kletterstrecke sowie Sinnespfad und Balancierstrecke ausgestattet. Hier können die Kinder sich frei und selbstbestimmt bewegen, ihre motorischen Fähigkeiten erweitern und mit Neugier die natürliche Umgebung entdecken. Außerdem stehen auf der Freifläche ein Spielhaus und zwei Tipis für die Kinder zur Verfügung, die ihre Phantasie anregen und zu Rollenspielen einladen sollen. Der Sitzbereich an der Feuerstelle ist für gemeinsame Aktivitäten, wie Trommeln, Singen und Geschichten erzählen vorgesehen. Sowohl im Kita-Alltag als auch bei Festen mit den Eltern können hier Gelegenheiten entstehen, das Miteinander und bestimmte Anlässe zu genießen. Z.B. ist das St. Martinsfest mit anschließendem Feuer ein begehrter Anlass, sich zu treffen und auszutauschen. Es ist mit Hilfe von engagierten Eltern gemeinsam mit den Kindern ein Lehmofen gebaut worden, der leider im Lauf der Jahre leicht bröselig geworden ist. Er wird von Eltern derzeit restauriert. Daneben „schwimmt“ unser Boot durch den Garten. Ebenfalls mit Hilfe der Eltern wurde ein alter Bauwagen sicher aufgestellt und ausgebaut – dieser Bauwagen kann nun von den Kindern als Ruhe-Oase, zum Lesen und Malen und Verschnaufen genutzt werden. Durch das Bewirtschaften unseres Hochbeetes und des Nutzgartens (im abgegrenzten, d.h. eingezäunten Bereich am Volksparkgebäude) erfahren die Kinder das Wachsen und Pflegen von Kräutern, Gemüse und Obst und können auf diese Art Nachhaltigkeit erleben, in dem sie selbst Verantwortung für die anfallenden Arbeiten und den Schutz der Pflanzbereiche übernehmen. Auch die neu gepflanzten Bäume brauchen regelmäßige Pflege. Damit wird das Wachstum der Bäume erfahrbar. Die Beete am Krippenfenster und daneben bis zum Gartentor werden ebenfalls bewirtschaftet und als Insektengarten genutzt. So forcieren wir ein intensives Naturerleben im Garten durch das Erforschen und vorsichtige Beobachten der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt. Im Garten finden die Kinder oft Schnecken, Regenwürmer und Käfer (auch Nashornkäfer), die sie mit viel Ausdauer beobachten und später wieder freilassen. Das Eichhörnchen, das in einem der Gärten wohnt, stattet uns ab und an einen Besuch ab. In unserem Keller befinden sich verschiedenste Spielmaterialien, wie ein kleines transportables Karussell, Bollerwagen, Außenschach, Zelte usw. die die Kinder nach Interesse benutzen können. Auch die Roller, Dreiräder, Fahrräder, Bobbycars, Schubkarren und Gartengeräte holen sich die Kinder selbständig, wenn sie mit diesen spielen möchten. Außerdem sind in den letzten Jahren entstanden neue Spielmöglichkeiten für die Kinder entstanden: + eine Murmelbahn am Zaun + ein Krokodil aus Reifen + ein Matschtisch Die Pflege und Instandsetzung auf der Außenfläche findet - soweit das Sinn macht – gemeinsam mit den Kindern statt und auch teilweise mit den Eltern statt (Arbeitseinsatz, Elternnachmittag). Unser Alltag Kinder sind beständig forschend und entdeckend unterwegs. Sie lernen mit allen Sinnen und immer in Bewegung. Die BurgKita schafft ihnen deshalb vielfältigste Möglichkeiten, um sich spielerisch und schöpferisch mit der Welt auseinanderzusetzen. Die Eigentätigkeit, Engagiertheit und Selbstorganisation eines jeden Kindes sind dabei für uns Ausgangspunkt und Zielstellung in unseren pädagogischen Betrachtungen. Kinder wollen lernen - allein und gemeinsam mit anderen - sie sind offen für Unbekanntes und neugierig auf alle Details ihrer Umwelt. In den Innen- und Außenräumen unserer Einrichtungen wollen wir ihnen dafür Raum und Zeit geben. Der Tagesablauf der Kita (gesamtes Haus) im Überblick: - Frühdienst im Krippenraum für Krippen- und Kindergartenkinder - 8 Uhr Frühstück aller Kinder im Essenraum - Freispiel und Wechsel der Kindergartenkinder in die Räume der Kindergarten-Etage - 9.15 Uhr Morgenkreise in den Gruppen: Lieder, Spiele, Erzählen, Absprachen, Planung für die Woche und die Ausflüge, gemeinsame Projektabsprachen und Abstimmungen, - 9.45 – 11.30 Uhr Freispiel, Gartenzeit und Angebote/Projektarbeit, Ausflüge - Obstsnack ca. 9:40 Uhr im Flur/am Tisch oder draußen - ab 11 Uhr Mittagessen in kleinen Gruppen (Krippenkinder, Schlafkinder und Wachkinder) - ca. 12 Uhr Vorlesen + Mittagsruhe bis 14Uhr, - für die Wachkinder leises Spielen in den Zimmern - 13.45 Uhr beginnt das Vesper für die Kindergartenkinder - am Nachmittag Freispiel oder Gartenzeit - ab 16 Uhr gemeinsamer Spätdienst von Krippe + KindergartenNatürlich sind die Tagesabläufe in der Krippe und im Kindergarten-Bereich verschieden und den Bedürfnissen der Altersgruppen angepasst. So sieht ein Wochenablauf für den Kindergartenbereich (je nach Personalsituation) aus: Montag: 9.45 Uhr Sport im Spiegelsaal für die große Gruppe Dienstag: Mittwoch: 9.45 Uhr Ausflug der kleinen Kiga-Gruppe, Vorschul-Zeit für alle Vorschüler Donnerstag: 9:45 Ausflug der großen Kiga-Gruppe Freitag: 9.45 Uhr Sport im Spiegelsaal für die kleine Gruppe, je nach Wunsch bei den Großen: Backen, Experimente, Spielzeugtag etc. An allen Tagen finden wechselnde Angebote und Aktionen statt. Dennoch soll den Kindern viel Zeit für Freispiel und selbstgewählte Tätigkeiten bleiben. Die konkrete Planung und Abstimmung über das Ziel des Ausflugs erfolgt im Morgenkreis der kleinen Gruppe (3 und 4 Jährige) und im Morgenkreis der großen Kinder (5 und 6-Jährige). Auch Wünsche für Themen, Projekte, Backen oder Basteln äußern die Kinder im Montagsmorgenkreis und werden entsprechend eingeplant. Pädagogische Ziele “Das Recht des Kindes so zu sein, wie es ist.” (Janusz Korcak) Das Credo unserer Einrichtung ist ein ganzheitliches, partnerschaftliches, situations- und kindorientiertes Arbeiten in allen Gruppen. Unser Ziel ist es, dass jedes Kind ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt und in seiner Persönlichkeit gestärkt und gefestigt wird. Oberste Priorität hat für uns das Wohlfühlen aller in der Einrichtung – das Wohlfühlen an Leib und Seele, das Angenommensein und ein wertschätzendes Miteinander. Um Vertrauen in und zu Menschen zu haben und soziale Beziehungen eingehen und pflegen zu können, lernen wir in unserer Kita - Gemeinschaft voneinander und ermutigen uns bei Misserfolgen oder freuen uns gemeinsam bei positiven Erfahrungen. Jedes Kind und jeder Erwachsene kann seine eigene Meinung haben und diese äußern dürfen. Jedes Kind kann selbstbestimmt ohne Anleitung und Regulation tätig sein. Wenn es das möchte, steht ihm jederzeit ein Ansprechpartner zur Verfügung. Kinder lernen zu erspüren, was sie wollen und brauchen. Den Freiraum dies zu erforschen, wollen wir ihnen bieten. Grenzen, die dabei erlebt werden, können ausgehandelt, erweitert oder auch überwunden werden. Die Erfahrung, Grenzen überwinden zu können als Aufgabe für eigenes Wachsen, führt zum Erleben von Selbstwirksamkeit. Auch der Umgang von Regeln oder Beschränkungen will akzeptiert und gelernt werden. Wenn Kinder die Kita als spannend und herausfordernd empfinden, Spaß haben und sich mit Freude vielfältigsten Aktivitäten widmen, wenn sie Lust und Neugier haben immer wieder etwas Neues zu tun und zu wollen, dann gelingt unser Auftrag. Pädagogische Ansätze “Fördern wir bei den Kindern den Zugang zum Wissen durch den Zugang zum Wandel der Dinge!” (Loris Malaguzzi) Unsere Kita versteht sich als lebendiger, wertschätzender Ort - für Begegnung, für Mittun, für positives Erleben - unser Haus, unser pädagogisches Arbeiten, unsere Kommunikation und unsere Angebote stehen dafür. Im Folgenden werden jene pädagogischen Ansätze benannt, welche unserer Arbeit und unseren Räumlichkeiten zugrunde liegen. Sie kennzeichnen die fundamentalen Werte, nach denen wir unser Handeln organisieren, sie liefern neben dem Bildungsprogramm Sachsen-Anhalts die Anregungen und Strategien, mit welchem wir unserem Bildungsauftrag begegnen. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und schätzen hier insbesondere die Orientierung an den Themen und Schlüsselsituationen im Leben der Kinder sowie das Arbeiten in Projekten. Unsere pädagogische Arbeit knüpft an die soziale und kulturelle Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien an. Wir bieten allen Kindern Bedingungen für ihre individuelle Entwicklung. Ein weiterer Ansatz, den wir als Grundlage unserer Arbeit verstehen wollen, ist der Reggio-Ansatz. Dieser versteht die Unverwechselbarkeit des Einzelnen nicht als Ausdruck von Individualismus, sondern als Reichtum und als die Gemeinschaft förderndes Potential. Kinder sind demnach aktive Konstrukteure ihres Wissens und möchten ihre Fähigkeiten erweitern. Sie drücken sich auf vielfältigste Art und Weise aus und erfahren sich als soziale Wesen in einer kooperativen Gemeinschaft. Die Kita wird hier als Umwelt gestaltet, die alle Sinne anregt und ist eingerichtet und ausgestattet mit Material, das Medium forschender Aktion, sozialer Interaktion und des Selbst-Ausdrucks ist. Es muss Raum für Illusionen und Phantasie geben sowie Raum und Platz für Bewegung, zum Zurückziehen, zur Ruhe. Dabei werden die Prinzipien Ordnung, Klarheit, Schönheit beachtet und als Mittel zur Strukturierung und schließlich zur Erschließung der Welt angesehen. In der BurgKita wurde schon in der Planung auf ästhetische Prinzipien Wert gelegt wird. Die Raumgestaltung ist geprägt von einfachen Formen, von Klarheit und Multifunktionalität, von einer Gliederung der Aktivitäten (Bauraum, Puppenecke, Kreativraum, Schreibecke). Das heißt - in Funktionsbereichen gegliedert, werden Materialien für die Aktivitäten verschiedener Bildungsbereiche zur freien Verfügung gestellt. Doch auch freier Raum wurde bewusst als solcher geplant, um großzügig Platz wahrzunehmen und füllen zu können mit Ideen und Spielen (Flur, Baumhaus). Die Kinder nutzen diesen Platz sehr vielfältig und in Absprache mit den Fachkräften eigenverantwortlich für Rollenspiele, Toben, Sich-zurück-ziehen, Musikhören, Budenbauen usw. Ganz im Geiste der Kunsthochschule eröffnet sich Kindern wie Studierenden, Mitarbeitenden wie Eltern in der BurgKita ein spannendes Experimentierfeld. Dabei setzen wir uns immer wieder mit der Frage auseinander: „Was heißt Kreativität für uns?“ Wir gehen dieser Frage nach, in dem wir die Errungenschaften unserer Kultur kennenlernen und dann im Selbsttätigsein unseren eigenen Ausdruck entwickeln können. Wir lernen verschiedene Farben, Muster, Gestaltungsmethoden und Techniken kennen und können ganz unterschiedliche Materialien und Werkstoffe nutzen, um uns künstlerisch oder persönlich auszudrücken. Die Werke der Kinder werden in den Räumen und an der Präsentationsfläche im Essenraum gezeigt und damit gewürdigt. Sie sollen ihre Darstellungen in den Räumen wiederfinden und ihren Beitrag zur Gestaltung der Kita erleben. Bei Projekttagen oder Werkstattbesuchen in der Kunsthochschle BURG (etwa 3-4-mal im Jahr) erfahren die Kinder die Vielfalt der künstlerischen Mittel und Darstellungsformen vor Ort und erleben Kunstschaffende sowie Designschaffende in einem Studienzusammenhang. Studierende und Künstler, die die Kita für kleinere Projekte besuchen, bringen ihr Knowhow mit in unsere Einrichtung und lassen die Kinder teilhaben z.B. an der Entwicklung von Spielen, von Handpuppen, der Entwicklung von neuen Bausteinsystemen, der Herstellung von Pflanzenfarben oder kunstpädagogischen Angeboten. Team Zum Team der Kita gehören zurzeit insgesamt acht pädagogische Fachkräfte sowie ein/e FSJler*in, die die BurgKita mit ihren unterschiedlichen Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungshintergründen bereichern. Um die Kinder „auf ihren Entdeckungsreisen zu begleiten“, braucht es eine Qualität in der Zusammenarbeit aller pädagogischen Fachkräfte die durch Ich-, Fach-, Sach- und Methodenkompetenz entsteht. Jedes Mitglied unseres Teams leistet seinen Beitrag zur Zusammenarbeit, indem es Verantwortung übernimmt für sich und seine Motivation. Wir üben wertschätzende Kommunikation, um in der Auseinandersetzung miteinander die persönlichen Unterschiede zu erkennen, gemeinsames fachliches Verständnis zu entwickeln und verbindende Werte und Rituale zu etablieren. In einer Atmosphäre, die geprägt ist von Offenheit, Vertrauen, Toleranz und dem Bestreben sich selbst als Person und gemeinsam im Team weiterzuentwickeln, verfolgt das Team das Ziel, fachlich fundiertes Wissen (Theorie) und erlebte Praxis trotz der Komplexität des pädagogischen Alltags zu verbinden. Darum gehört es zum Arbeitsverständnis des Teams, sich auszutauschen, Erfahrungen weiterzugeben und Aufgaben und Angebote zu besprechen und zu reflektieren. Zusammenarbeit mit Eltern Eltern sind die Experten für ihre Kinder. Deshalb ist für uns eine gute, am Wohl des Kindes orientierte Zusammenarbeit eine Grundlage für unsere Arbeit. Damit sich sowohl Eltern als auch Kinder bei uns wohlfühlen, arbeiten wir partnerschaftlich mit den Eltern zusammen. Unser Umgang mit den Eltern ist von Wertschätzung, Akzeptanz und Verständnis geprägt. Wir nehmen Bedürfnisse der Familien ernst und bieten eine familienergänzende und begleitende Betreuung und Beratung. Dabei sind uns Zuverlässigkeit und bedarfsorientierte Öffnungszeiten wichtig. Wir beteiligen die Elternvertreter bei allen Dingen, die sie betreffen und berücksichtigen ihre Meinung bei Grundsatzentscheidungen. Wir informieren Eltern über inhaltliche und organisatorische Aspekte unserer Arbeit. Alle Eltern sind uns herzlich willkommen, und wir freuen uns, wenn sie mitgestalten, Eigeninitiative entwickeln, ihre Anliegen offen zur Sprache bringen und konstruktiv Kritik äußern. Eingewöhnung Wenn ein Kind in die Kita kommt, beginnt ein spannender Lebensabschnitt. Für das Kind selbst, aber auch für die Eltern. Es sind neue Erfahrungen und Eindrücke. Zu den bisher verlässlichen und bekannten Bezugspersonen kommen neue Personen hinzu, Erwachsene und Kinder. Unsere BurgKita ist ein neuer, fremder Ort und der Tagesablauf ist auch neu und ungewohnt. Vielleicht ist es ein erstes Trennen und Loslassen, vielleicht gab es das auch schon. Manches Kind trennt sich schneller und einfacher von seinen Eltern, manche brauchen ein paar Tage länger. Ebenso unterschiedlich geht es auch den Eltern, denn auch für die Eltern ist es eine Herausforderung, loszulassen und den neuen Bezugspersonen Vertrauen entgegenzubringen. Wir, von der BurgKita, wollen deshalb eine sanfte Eingewöhnung. Unsere Eingewöhnung ist elternbegleitet, abschiedsorientiert, bezugspersonenorientiert! Im Sinne des „Berliner Modells“ wird die Eingewöhnung gemeinsam mit den Eltern gestaltet. So lernen Kinder wie Eltern das Leben in der Kita und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Umgekehrt lernen die pädagogischen Fachkräfte die Kinder und Eltern kennen. Die Eltern sollten ca. 3 bis 4 Wochen für die Eingewöhnung einplanen, im Einzelfall können es aber auch 6 bis 8 Wochen oder länger werden. Wie lange die Eingewöhnung tatsächlich dauert, hängt individuell vom einzelnen Kind und seinen Eltern ab. Für alle Beteiligten ist dieser Prozess wichtig, da er die Grundlage für die Kitazeit bildet. In „Bildung: elementar – Bildung von Anfang an“ wird die Eingewöhnung als sensibler Prozess beschrieben, der ein Höchstmaß an Achtsamkeit und Vertrauen, Offenheit und Transparenz erfordert (Bildung: elementar, S. 63). Wir nehmen diese Gedanken in unserem Eingewöhnungskonzept auf.
Betriebskindergarten der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Spiel- und Lerndesign-orientiert. Kinder werden als Experten und Kritiker in partizipative Entwurfsprozesse einbezogen. Zugang zu Kunstausstellungen und Kulturangeboten des Volksparks.