BeispielbildKindertagesstätte
Träger: Ev. Kirchengemeinde Schloß Holte-Stukenbrock
Versöhnungskindergarten Orffweg 1-3 33758 Schloß Holte-Stukenbrock Kurz - Konzeption (Unsere umfassende Konzeption ist jederzeit bei uns im Kindergarten einsehbar.) Teil 1: Unsere K indertagesstätte (Teil 2 betrifft die U3 Gruppe Gruppenform II) Inhaltsverzeichnis 1. Leitbild (Menschenbild) 2. Bildungsgrundsätze / Bildungsempfehlungen 3. Partizipation/ Beteiligung 4. Tagesablauf 5. Verpflegung und Mahlzeiten 1. Leitbild (Menschenbild) Solange Kinder klein sind, gib ihnen tiefe Wurzeln, wenn sie älter geworden sind, gib ihnen Flügel. Indisches Sprichwort Unser Leitbild ist: „Liebevoll wachsen und gemeinsam die Welt entdecken.“ Unser Versöhnungskindergarten ist Begegnungsort in der Kirchengemeinde für Familien verschiedener Herkunft und Religionszugehörigkeit. Familienergänzend bieten wir Raum, in dem sich Kinder und ihre Familien wohlfühlen können. Hier erleben sie Vertrauen, Liebe, Geborgenheit und Zuwendung. Diese Grunderfahrungen des christlichen Glaubens im Alltag ermöglichen eine Auseinandersetzung mit religiösen und ethischen Werten. Christliche Erziehung heißt für uns: Jedes Kind als Geschöpf Gottes zu sehen und es mit allen individuellen Anlagen und Besonderheiten zu achten und zu fördern, egal welcher Nationalität oder Religion/Konfession es angehört. – Du bist gut, so wie du bist! – So kann das Kind Vertrauen in die eigenen Stärken finden. Innerhalb alltagsintegrierter Projekte, Angeboten mit den verschiedensten Materialien können die Kinder die Welt entdecken und sich täglich bilden. Voraussetzung dafür sind einfühlendes Verstehen und liebevolle Unterstützung auf Augenhöhe durch die pädagogischen Fachkräfte. Diese erweitern ihre Kompetenzen regelmäßig durch Fortbildungen. In offener und freundlicher Atmosphäre nehmen wir uns Zeit für individuelle Beratung und Betreuung. Durch unser Vorleben und Handeln zeigen wir einen Weg auf, den wir für sinnvoll, gut und lebenswert halten, bewahren oder erreichen möchten. Mit den Erziehungsberechtigten, (in der Regel sind das die Eltern) gehen wir eine Erziehungspartnerschaft zum Wohle der Kinder ein. Rahmenbedingungen für eine adäquate Entfaltung der Persönlichkeit sind ein differenziertes Raumangebot und ein durch Zuwendung wertschätzendes Klima. So können die Kinder die eigene soziale Rolle innerhalb von Gruppen erfassen und sich zu selbstbewussten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln. 2. Bildungsgrundsätze / Bildungsempfehlungen Die Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen von 2012 wurden vom Familien- u. Schulministerium herausgegeben und wurden 2016 neu aufgelegt. Sie dienen als Leitfaden, Anregung und Orientierung für pädagogisches Handeln. Bildungsbereiche: 1. Bewegung 2. Körper, Gesundheit und Ernährung 3. Sprache und Kommunikation 4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung 5. Musisch-ästhetische Bildung 6. Religion und Ethik 7. Mathematische Bildung 8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung 9. Ökologische Bildung 10. Medien Unser Kindergarten ist ein außerfamiliärer Lebensraum, der die frühkindliche Bildung in der Familie ergänzt und unterstützt. Frühe Bildung hat an Bedeutung gewonnen. Hierbei steht das Kind im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, das Kind in der Entwicklung seiner Persönlichkeit individuell, ganzheitlich und nach seinen Möglichkeiten angemessen herauszufordern und zu fördern. Anhand von verschiedenen Materialien, Angeboten und Projekten werden unsere Kinder in den verschiedenen Bildungsbereichen, sowie in ihrer Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz gefördert. 3. Partizipation / Beteiligung Partizipation im Kindergarten dient der Selbstständigkeit, dem Selbstwertgefühl und der Vorbereitung auf ein demokratisches Zusammenleben, darf jedoch nicht zur Verantwortungsabgabe der Erwachsenen und zur Überforderung der Kinder führen. Partizipation ist daher immer auch als ein individueller Prozess zu sehen! Partizipation ist ein pädagogisches Grundprinzip, das unseren Alltag begleitet. Die Kinder werden altersgerecht an der Gestaltung des Tagesablaufes beteiligt. Unser Ziel ist, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die einerseits ihre Person und andererseits das alltägliche Zusammenleben betreffen, mit einzubeziehen. Das bedeutet für unsere Arbeit, dass wir allen Kindern eigene Entscheidungen zugestehen, ohne dass wir sie dabei alleine lassen. Kinder sind nicht von Anfang an entscheidungsfähig, sie lernen eigene Meinungen zu bilden, dabei brauchen sie die Unterstützung und Begleitung von uns Erwachsenen. In den Kinderkonferenzen im Morgenkreis werden die Kinder nach ihren Interessen, Ideen und Wünschen zur Projektarbeit befragt. Weitere Themen sind u.a. tägliche Dienste, Sitzordnung beim Mittagessen und Besprechen der Regeln. Außerdem gibt es viele andere Möglichkeiten, Kinder in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen, z.B. bei der eigenständigen Auswahl ihres Spielorts, wie eine andere Gruppe, den Außenspielplatz oder die Turnhalle aufzusuchen. Kinder machen häufig die Erfahrung, dass für sie gedacht, geplant und entschieden wird. Wir achten und schätzen die Kinder als eigenständige und gleichwertige Persönlichkeiten, die das selbstverständliche Recht haben, bei vielen Dingen, die sie betreffen, mitzureden und mitzugestalten. Deshalb geben wir den Kindern vielfältige Gelegenheiten, ihre Gefühle zu erkennen, auszudrücken und mit ihnen umzugehen. So unterstützen wir die Kinder dabei, ihren Alltag mitzubestimmen und mitzugestalten. Durch aktive Beteiligung befähigen wir sie, sich mit anderen Kindern zu verständigen und ihre Ideen alleine oder gemeinsam mit anderen zu verwirklichen. Wir freuen uns und fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt, wenn Kinder uns ihre Meinung sagen, Initiative und Verantwortung übernehmen und ihre Rechte und deren Beachtung einfordern. Was Kinder lernen wenn sie mitbestimmen: • ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen und sie zu verbalisieren • Fragen zu stellen • Zuhören, Ausreden lassen und weitere Gesprächsregeln • sich aktiv mit ihrem eigenen Lebensbereich auseinanderzusetzen und diesen mitzugestalten • alltägliche Zusammenhänge zu erfahren • sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinanderzusetzen, sie zu verstehen und zu akzeptieren • Entscheidungen zu treffen und zu respektieren • Konflikte auszuhandeln • Selbstständigkeit • Selbstbewusstsein • Wertschätzung 4. Tagesablauf Wir, die pädagogischen Fachkräfte bieten einen geregelten Tagesablauf, der auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist: • 7.00 Uhr Frühdienst in der Spatzengruppe • 7.55 Uhr abholen der Kinder in ihre Gruppen • ab 8.00 Uhr in der Gruppe freies Spiel (selbstbestimmte Zeit für die Kinder), Möglichkeit zum Besuch anderer Gruppen und Nutzung des Außengeländes • 8.00 – 10.00 Uhr gleitende Frühstückszeit mit eigenem mitgebrachtem Frühstück und Getränken, während der Freispielphase auch mehrmals möglich • ab 9.00 – 10.30 Uhr Spielmöglichkeit in der Eingangs- und Bewegungshalle • im Laufe des Vormittags Morgenkreis im Gruppen- bzw. Nebenraum, z.B. Begrüßungslied, Infos für die Kinder z.B. „Welche Aktivität findet statt?“, Besprechung des Kalenders, des Dienstplanes der Kinder und der Sitzordnung an den Mittagstischen • ca. 9.30 - 11.45 Uhr Teilnahme in Klein- oder Großgruppen an einer geplanten Aktivität in den verschiedenen Bildungsbereichen oder situativ nach Wunsch der Kinder, Freispielangebote oder geplante Angebote sind im Wochenplan ersichtlich • Ab 10.30 Uhr Zeit zum gemeinsamen Spielen auf dem Außengelände • 11.45 Uhr Essen mit den über Mittag betreuten Kindern • 11.45 – 12.30 Uhr Abholzeit der Kinder mit 25 oder 35 Std. Buchung ohne Blocköffnung • 12.40 – 13.50 Uhr Kern-Ruhezeit für die über Mittag betreuten Kinder im Schlafraum/oder Nebenraum der Spatzengruppe oder Freispiel in der Käfer- und Maulwurfgruppe, bzw. freitags in der Maulwurfgruppe und auch in der Eingangs- und Bewegungshalle • nach Bedarf der Kinder und Absprache mit den Eltern können die Kinder auch länger schlafen • 1400 Uhr Abholzeit der Kindergartenkinder mit Blocköffnung • 14.00 – 16.00 Uhr Nachmittagsgruppen (außer freitags), mit Freispiel oder besonderen Angeboten, wie z.B. Hausbesuche, Eltern-Kind-Nachmittage, Maxi-Treff für die kommenden Schulkinder • 16.00 Uhr Abholzeit der Kindergartenkinder • 16.00 – 16.30 Uhr Spätdienst für die Tageskinder, freitags bis 15.00 Uhr draußen oder in der Eingangs- und Bewegungshalle mit der zuständigen pädagogischen Fachkraft Für die Kinder hängt in jeder Gruppe ein ritualisierter Tagesablauf mit Bildern oder Symbolen aus. 5. Verpflegung und Mahlzeiten Essen und Trinken erhalten die Gesundheit der Kinder, fördern ihr Wachstum und tragen zu ihrem Wohlbefinden bei. Zudem sind die Mahlzeiten ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufs mit festen Ritualen für die Kinder. Getränke: • Eine Wasserstation, mit Bechern und Wasserflaschen, steht den Kindern jederzeit in den Gruppen zur Verfügung, damit sie bei Bedarf trinken können. Jedes Kind hat seinen eigenen Becher, der mit Namen/Symbol gekennzeichnet ist. Im Früh- und Spätdienst haben die Kinder ebenfalls die Möglichkeit nach Wunsch und Bedarf Wasser zu trinken. Frühstück: • In unserem Kindergarten haben die Kinder in der Freispielphase von 8.00 – 10.00 Uhr am Frühstückstisch der jeweiligen Gruppe Zeit zu frühstücken. Die Kinder haben auch die Möglichkeit mehrmals am Vormittag ihr Frühstück zu sich zu nehmen. • Das Frühstück (z.B. Obst, Brot usw.) wird den Kindern von zu Hause in einem wiederverwendbaren Behältnis mitgegeben. Die Eltern werden beim Aufnahmegespräch und beim Info-Abend auf ein ausgewogenes Frühstück hingewiesen. Wasser und ungesüßten Tee stellt der Kindergarten den Kindern täglich zur Verfügung, diese werden im Frühdienst frisch vorbereitet. Mittagessen: • In unserer Einrichtung besteht der Qualitätsanspruch, den Kindern frisch zubereitetes Essen zu bieten. Unser Koch kauft täglich ein z.B. Obst und Gemüse der Saison usw. • Zudem achten wir auf ausgewogene und hygienisch einwandfreie Ernährung. Dies bedeutet, dass abwechslungsreiches Essen, wie z.B. vegetarische Speisen, Fisch, Fleisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse, Aufläufe und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen. Regelmäßig gibt es auch einen Eintopf mit Hülsenfrüchten, da diese sehr vitaminreich und als Ballaststoffe für den Körper sehr wichtig sind. Es gibt täglich eine Hauptspeise und einen Nachtisch (z.B. Quarkspeise, Obst). Der Speiseplan wird in Anlehnung an „DGE“( Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und „BZga“ (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) erstellt. • Es wird Rücksicht genommen, wenn z.B. Kinder aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen dürfen. Ebenso nehmen wir bei Nahrungsmittelallergien bzw. Intoleranzen (wie Laktose) als Ersatz entsprechende Lebensmittelprodukte. • Die Tages- und Blockkinder dürfen sich zu ihrem Geburtstag ein Mittagessen aussuchen, das dann von unserem Koch zubereitet wird. Ablauf vor und nach dem Mittagessen: • Vor dem Mittagessen erfolgt eine freie Platzwahl der Kinder, die folgendermaßen abläuft: In Augenhöhe der Kinder liegt ein Sitzplan aus, auf den sie ihr Symbol platzieren können. Dieser legt die Sitzordnung beim Mittagessen fest. • Die Mittagsmahlzeit wird in der Zeit ab ca. 11.45 eingenommen. Vor dem Mittagessen waschen die Kinder ihre Hände, zwei Kinder dürfen den Teewagen vor der Küchentür abholen und in die Gruppe schieben. Ein Kind sucht sich ein Gebet aus. Die Mahlzeit wird mittags gemeinsam mit den Tages- und Blockkindern und pädagogischen Fachkräften an mehreren Tischen in den jeweiligen Gruppen eingenommen. Das Personal beteiligt sich dabei nur in Form einer „pädagogischen Kartoffel“, um den Kindern ein Vorbild zu sein. • Die Tische werden von den Kindern mit Geschirr und altersentsprechendem Besteck vom Kinder-Tischdienst eingedeckt. • Es wird in kleinen Tischgruppen gegessen. Auf jedem der Tische stehen gefüllte Schüsseln. Die Kinder tun sich ihr Essen selber auf und entscheiden, wieviel und was sie essen möchten. Die Kinder können sich beliebig viele Portionen nachnehmen. • Zu unserer christlichen Erziehung gehört das gemeinsame Beten vor dem Essen. Es wird auf Tischmanieren geachtet und den Kindern vorgelebt. Außerdem achten wir darauf, dass die Kinder sich nur so viel auftun, wie sie meinen auch schaffen zu können und somit nicht so viel Essen vergeudet, bzw. weggeschmissen werden muss. Falls doch Reste übrig bleiben, entsorgen die Kinder diese selbstständig auf einem bereitgestellten Resteteller. • Zum Mittagessen gibt es Wasser mit und ohne Kohlensäure. • Die Speisen werden auf die jeweiligen Tische verteilt und die Kinder bedienen sich selbst. Nach dem Essen räumen sie ihr Geschirr selber auf den Teewagen. Im Anschluss gehen sie zur Toilette, waschen sich die Hände und den Mund. Zur Mundhygiene spülen sich die Kinder mit einem eigenen Becher den Mund aus. Nachmittagssnack: • Der Nachmittagssnack steht ab ca. 14.00 zur Verfügung. • Es handelt sich hierbei um eine Zwischenmahlzeit, in der z.B. Obst, Rohkost, Knäckebrot, frisches Brot oder Anderes gereicht wird. Konzeption Teil 2: Kinder U 3 (Die umfassende Konzeption ist jederzeit bei uns im Kindergarten einsehbar.) Inhaltsverzeichnis 1. Leistungen des Teams im Hinblick auf a) Strukturen in der Kita b) Tagesablauf c) Mahlzeiten und Verpflegung d) pädagogische Professionalität e) persönliche Kompetenzen 2. Eingewöhnungsphase 3. Altersspezifische Angebote der U3 Gruppe 4. Sauberkeitserziehung 1. Leistungen des Teams im Hinblick auf: a) Strukturen in der Kita • Wir planen einen geregelten Tagesablauf für die Kinder und führen ihn auch durch, denn Regelmäßigkeit vermittelt Sicherheit • Es ist uns wichtig auf Absprachen zu achten und diese auch einzuhalten. • Die Schlafphase wird von einer Erzieherin begleitet. Einschlafrituale geben dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. • Besonderes Spielzeug und Möbel sind auf die Bedürfnisse der Kleinen zugeschnitten. • Die Kinder haben Platz und die Möglichkeit sich viel zu bewegen, auszuprobieren und zu spielen. • Angebote werden altersentsprechend und situativ durchgeführt. Diese Aktionen werden nach der Durchführung durch einen Aushang in der Garderobe den Eltern bekannt gegeben. • Die Eingewöhnungsphase ist intensiver als bei den älteren. • Alle Bezugspersonen haben eine Hepatitis A Impfung. b) Tagesablauf So sieht der Tagesablauf der Mäusegruppe - U3 Gruppenform II aus: • Um 7.55 Uhr werden die Kinder von einer Erzieherin der Mäusegruppe aus der Spatzengruppe, in der der Frühdienst ab 7 Uhr stattfindet, abgeholt. Sollte in der 1. Kindergartenzeit (Aug./Sept.) ein „neues Kind“ kurz nach der Eingewöhnungszeit für den Frühdienst angemeldet sein, begleitet eine Erzieherin der Mäusegruppe das Kind auch während dieser Zeit. • Bis 9.15 Uhr sollten die Kinder gebracht werden um eine Integration in die Gruppe zu gewährleisten. Die Eltern helfen den Kindern Jacken und Schuhe aus- und ihre Hausschuhe anzuziehen und übergeben sie den Gruppenerzieherinnen. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und suchen sich selbstständig einen Spielort, sowie das Material, mit dem sie sich beschäftigen möchten. Sie werden von einer Erzieherin begleitet, unterstützt und erhalten Impulse, wenn sie Schwierigkeiten haben, selbstständig ins Spiel zu finden. Die Entdecker- und Freispielphase beginnt! • Um ca. 8.15 Uhr können die Kinder zum 1. Mal frühstücken. Wir achten darauf, dass von den Kindern, die schon laufen und tragen können, ein vollständiges Gedeck (großer Teller, kleiner Teller, Tasse) geholt wird. Sie packen ihr mitgebrachtes Frühstück aus -wir geben gegebenenfalls Hilfestellung. Wir achten auf eine freundliche Atmosphäre. Nach einer gewissen Zeit, dürfen die Kinder eine Pause vom Frühstück einlegen und gehen wieder zum Spielen in die Gruppe. Die Kinder, die zwischendurch von ihren Eltern gebracht werden, werden begrüßt und in die Gruppe integriert. • Wenn die meisten Kinder um ca. 9 Uhr da sind, treffen wir uns für einen Morgenkreis auf dem Bauteppich im Gruppenraum. Unser Gruppentier (Maus-Handpuppe) begleitet den Morgenkreis. Wir beginnen mit einem Begrüßungslied, bei dem jedes Kind einzeln begrüßt wird und besondere Wertschätzung erfährt. Im weiteren Verlauf des Morgenkreises werden Kreis- und Fingerspiele, sowie altersentsprechende Lieder gespielt und gesungen, bei denen die Kinder in unterschiedlichen Bildungsbereichen spielerisch gefordert und gefördert werden. • Um ca. 9.30 Uhr gehen wir erneut zum Frühstücken. Wenn ein Kind keinen Appetit mehr hat, darf es sein mitgebrachtes Frühstück einpacken. Die Kinder, die fertig sind, räumen ihr Geschirr auf den Teewagen und bringen ihre Tasche an ihren Haken. Wenn alle Kinder mit dem Frühstück fertig sind, kann ein Kind mit einer Erzieherin den Teewagen in die Küche bringen. • Bis ca. 10.30 Uhr findet weiterhin das Freispiel in den Gruppenräumen statt. Danach räumen alle gemeinsam auf und eine Erzieherin bereitet während dieser Zeit die Schlafräume für die Kinder vor. Nach Bedarf werden die Kinder im Verlauf des Vormittags gewickelt oder wir helfen den Kindern beim Aus- und anziehen für den Toilettengang. • Während des Vormittages bieten wir geplante, situative und altersentsprechende Angebote zu den unterschiedlichen Bildungsbereichen oder freies Spielen, im Gruppenraum, in der Eingangs-und Bewegungshalle oder auf dem Außengelände an. • Kurz vor dem Mittagessen, ca. 11.40 waschen die Kinder ihre Hände, nehmen ihre Plätze ein und legen die Lätzchen an. Das Essen wird von den Erzieherinnen aufgefüllt. Vor dem Essen darf sich abwechselnd ein Kind ein Gebet aussuchen. Wir beten gemeinsam und wünschen uns einen guten Appetit. Während des Essens erinnern wir die Kinder daran, dass sie Löffel und Gabel benutzen, wir geben ihnen aber auch die Möglichkeit ihr Essen mit allen Sinnen zu erfahren. Die Kinder essen so viel, wie sie mögen. • Nach dem Essen und dem Händewaschen, gehen die Kinder in ihr eigenes Bett im abgedunkelten Schlafraum. Dort wartet schon ihr Kuscheltier und evtl. der Schnuller auf sie. Eine ruhige Musik sorgt für die nötige Entspannung. Eine Erzieherin ist während der gesamten Ruhephase im Raum. • Um ca. 14 Uhr, wenn die Kinder wach werden, gehen sie auf die Toilette, werden nach Bedarf gewickelt und erhalten Unterstützung beim Anziehen. Die erste Abholphase beginnt. Um ca. 14.30 Uhr werden die letzten schlafenden Kinder geweckt. Es wird ein kleiner Snack, wie z.B. Knäckebrot oder Obst und Getränke angeboten. Danach haben die Kinder wieder die Möglichkeit zum freien Spielen. Bis 16.00 Uhr werden sie nach und nach von ihren Eltern abgeholt. Ab 16 Uhr werden die letzten Kinder an die Fachkraft des Spätdienstes übergeben. c) Pädagogische Professionalität • Wir erkennen die Bedürfnisse, Stärken, Fähigkeiten, Schwächen und Entwicklungsverzögerungen der Kinder, indem jede Mitarbeiterin regelmäßige Beobachtungen durchführt. • Die Umsetzung erfolgt bei Elterngesprächen, indem wir den Eltern ggf. Hilfen an die Hand geben und Fördermaßnahmen benennen. • Zum Austausch bzw. Elternberatung stehen wir in ständigem Kontakt mit den Eltern. • Zur Dokumentation bieten wir Gespräche und die Portfoliomappen an. • Wir sind uns bewusst, dass auch schon bei den ganz Kleinen der Bildungsauftrag greift, mit altersentsprechenden Inhalten, bzw. Bildungsangeboten. • Wir geben den Kindern genügend Freiraum für eigene Erfahrungen, Sinneserfahrungen, Möglichkeiten sich selbst zu finden, Materialien zur Ideenfindung, und verschiedene Anregungen. • Ständige Weiterbildung ist für uns selbstverständlich. Die Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen zur Entwicklungspsychologie bei Kindern unter 3 Jahren teil und erlangen dadurch gefestigte Kenntnisse, die auf dem neuesten Stand sind. • Oberstes Ziel ist für uns, dass die Kinder sich wohl fühlen, daher ist uns Körperkontakt und Nähe zum Kind wichtig. d) Persönliche Kompetenzen • Unser Team ist sich bewusst, dass Kinder unter 3 Jahren viel Zuwendung, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Verständnis, liebevolle Betreuung, viel Fürsorge, Schutz, Sicherheit und Vertrauen brauchen. Daher möchten wir für sie eine liebevolle Umgebung und eine familiäre Atmosphäre schaffen. • Wir sehen uns als kompetente Fachkräfte, stehen den Kindern als feste Bezugspersonen zur Verfügung und bieten eine gute, pädagogische Betreuung. • Den Kindern und Eltern gegenüber reagieren wir verständnisvoll. • Sorgen, Nöte und Ängste der Eltern nehmen wir ernst und geben Ihnen Unterstützung. • Es ist uns wichtig, dass eine fröhliche, aufgeschlossene und fürsorgliche Atmosphäre bei uns spürbar ist. • Die U3 Kinder brauchen täglich Hilfe, z.B. beim Essen, Anziehen und Aufräumen, dabei verhalten wir uns geduldig, nachsichtig und hilfsbereit. • Wir wissen, dass bei pflegerischen Maßnahmen auch Bildung passiert (z.B. beim Abtrocknen die Körperteile benennen, Fingerspiele machen, usw.) • Wir sorgen für gute hygienische Bedingungen und besitzen gute pflegerische Grundkenntnisse. • Konsequent und gleichzeitig liebevoll zu sein gehört zu unserer täglichen Praxis, ebenso wie gutes Einfühlungsvermögen. • Wir achten auf einen geregelten Tagesablauf mit festen Ritualen, Grenzen und Regeln. • Wir legen Wert auf eine individuelle Persönlichkeitsförderung der Kinder und sind in der Lage intensiv auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kleinen einzugehen. • Die Aufsichtspflicht in verschiedenen Bereichen, z.B. Außengelände, Ausflüge usw. ist bei uns gewährleistet. 2. Eingewöhnungsphase Vor dem Eintritt in den Kindergarten findet ein ausführliches Aufnahmegespräch mit den Eltern statt, in dem sie uns erste Informationen über das Kind geben können und wir mit ihnen über die Eingewöhnung des Kindes sprechen. Dieses Gespräch wird auf Wunsch der Eltern bei einem Hausbesuch oder im Kindergarten durchgeführt. Bei der Eingewöhnung für Kinder unter 3 Jahren arbeiten wir mit einem 4-Phasen-Modell. Wir möchten, dass die Kinder einen leichten Übergang vom Elternhaus in den Kindergarten erleben und Sicherheit und Geborgenheit spüren. Die Eingewöhnungsphase findet in mehreren Etappen statt und kann 2 – 8 Wochen oder evtl. noch länger dauern, individuell nach den Bedürfnissen jedes Kindes. Es ist wichtig, dass sich eine Bezugsperson (Mutter, Vater, Oma...) in den ersten Tagen Zeit nimmt und das Kind bei der Ablösung vom Elternhaus begleitet. Jedes Kind hat eine eigene Eingewöhnungszeit. Eingewöhnungsphasen: 1. Grundphase: Das Kind lernt Vertrauen aufzubauen. Die Bezugsperson und das Kind kommen für ca. eine Stunde in den Gruppenraum. Die Bezugsperson verhält sich überwiegend passiv. Die pädagogische Fachkraft beobachtet das Kind und versucht Kontakt aufzunehmen. Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert auf die Signale des Kindes. In dieser Zeit wird kein Trennungsversuch von der Bezugsperson unternommen. 2. Erste Trennungsphase: Das Kind erfährt Verlässlichkeit. Nach einer Weile verabschiedet sich die Bezugsperson, verlässt den Raum für kurze Zeit und bleibt in der Nähe, z.B. im Personalraum. So kann sie bei Bedarf geholt werden, um dem Kind Sicherheit zu geben und es zu trösten. Die pädagogische Fachkraft übernimmt zunehmend die Betreuung des Kindes. Die Trennungsdauer beträgt max. eine Stunde. Wenn die Bezugsperson in die Gruppe zurückkommt, nimmt sie das Kind mit nach Hause. Es erfolgt keine gemeinsame Spielphase nach dem Abholen. Das Kind lernt, dass im Kindergarten die pädagogischen Fachkräfte für das Kind zuständig sind und dass die Bezugsperson zuverlässig zurück kommt. 3. Stabilisierungsphase: Im Kindergarten sind die pädagogischen Fachkräfte für das Kind zuständig. Die Bezugsperson bringt das Kind in den Gruppenraum, verabschiedet sich nach kurzer Zeit und ist zuverlässig zur verabredeten Zeit zum Abholen wieder da. Die pädagogische Fachkraft übernimmt die Betreuung des Kindes. Die Bezugsperson ist erreichbar und stets abrufbar. 4. Schlussphase: Die Trennungszeiten werden verlängert. Die pädagogische Fachkraft übernimmt die Betreuung des Kindes. Sie gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit und begleitet es in der Einrichtung. Die Bezugsperson hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch erreichbar und jederzeit abrufbar. Die Eingewöhnung des Kindes gilt als abgeschlossen, wenn das Kind die pädagogische Fachkraft als sichere Basis akzeptiert und sich von ihr trösten lässt. Individuell auf das Kind abgestimmt verlängern oder verkürzen sich die einzelnen Phasen. Wichtig für uns ist es, dass jedes Kind eine pädagogische Fachkraft als Begleitung in der Eingewöhnungsphase hat. 3. Altersspezifische Angebote der U3 Gruppe Die Kinder der U3-Gruppe erhalten die gleichen Bildungsangebote, wie die älteren allerdings in altersentsprechender Form und Zeit. • Bewegungserziehung findet täglich in der U3-Gruppe und beim Wickeln statt - bzw. in der Eingangshalle, Bewegungshalle oder im Außenbereich. Die Kinder lernen unterschiedliche Bewegungsabläufe und Freude an Rhythmik und Bewegung kennen, ihre Kräfte einzuschätzen und Ängste abzubauen. • Körper, Gesundheit und Ernährung findet thematisch täglich bei der Pflege der Kinder, bei hauswirtschaftlichen Angeboten, bei Sinnesübungen und bei Spielen in der Wasserlandschaft statt. • Die Sprache /Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt, dem mit Liedern, Reimen, Fingerspielen, Büchern und Geschichten Rechnung getragen wird. Im Alltag wird jede Handlung sprachlich begleitet. • Neben der Familie ist der Kindergarten oft der erste Ort, wo die Kinder soziale und kulturelle Bildung erfahren. Sie lernen, dass sie abwarten lernen müssen, weil noch andere Kinder da sind, die auch Bedürfnisse haben. Sie lernen sich zu unterstützen miteinander zu spielen und voneinander zu lernen. • Musisch - ästhetische Bildung findet ebenfalls täglich im Morgenkreis statt. • Die Mathematik erfahren die Kinder beim Einsortieren bei Steckspielen und beim Aufräumen. • Religionspädagogische Themen werden bei den U3 Kindern mit Erzählungen – häufig mit Belebungsmaterial – und Gebeten behandelt. • Zum Thema Natur- und Sachbegegnung bieten wir den Kindern Naturbegegnung mit dem Beobachten von Vögeln, Katzen Spinnen, Fliegen im Raum und auf dem Außengelände an. Sachbücher zu unterschiedlichen Themen stehen für alle Kinder bereit. • Ökologische Bildung erfolgt noch häufig über die Eltern. Sie werden darauf aufmerksam gemacht, Mehrwegverpackungen für das Frühstück zu nutzen. Die Kinder werden angehalten Verpackungsmüll im gelben Eimer und den kompostierbaren Abfall im grünen Eimer zu entsorgen. 4. Sauberkeitserziehung • „Sauber“ zu werden bedeutet keine Windel mehr zu benötigen und selbstständig die Toilette zu benutzen. Dies ist ein Reifungsprozess, der sich durch üben und trainieren nicht beschleunigen lässt, denn den Ablauf und die Entwicklungsschritte steuert das Gehirn. In der Regel findet dieser Prozess zwischen dem 18. und 30. Lebensmonat statt. Erst jetzt kann durch viel Einfühlungsvermögen, Zeit und Geduld mit der Sauberkeitserziehung begonnen werden. Jedes Kind hat seine eigene Zeit sauber zu werden und erfährt von uns während dieser Phase Unterstützung und Förderung. So unterstützen wir die Kinder dabei, „sauber“ zu werden: • Die Kinder werden nie gezwungen, auf die Toilette zu gehen • Die Toiletten entsprechen der Größe der Kinder • Der Sanitärbereich ist ansprechend und kindgemäß gestaltet • Wir fragen die Kinder, ob sie auf die Toilette gehen möchten • Wir begleiten sie, wenn sie dies wünschen • Wir helfen ihnen, wenn es erforderlich ist beim aus-und anziehen • Wir loben die Kinder bei Erfolg und Nichterfolg • Wir sind Vorbilder indem wir ankündigen, auf die Toilette zu gehen • Die Kinder können jederzeit auf die Toilette gehen, auch wenn „nichts kommt“ • Bei Bedarf geben wir den Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder zur „Sauberkeit“ erziehen können.