BeispielbildKindertagesstätte
Träger: Freier Waldorfkindergarten Magdeburg e. V.
Pädagogische Grundsätze und Grundaussagen zur Waldorfpädagogik Nach unserer Auffassung unterscheidet sich die Art des Lernens im Vorschulalter grundsätzlich von der im Schulalter. Vorschulkinder eignen sich ihr Wissen nicht durch direkt gerichtete, zielorientierte Prozesse an, sondern das Lernen ist ein indirekter Vorgang. Die wesentliche Aufgabe des kleinen Kindes ist das Durchdringen und die Ausgestaltung der leiblichen Organisation Das kleine Kind nimmt seine Umwelt vorwiegend über die Sinne wahr. Es verbindet sich mit Hilfe seiner Sinne mit der Welt. Das Kind lebt in der Nachahmung des Vorbildes. Es wirken nicht nur die äußeren Gesten und Handlungen des Erwachsenen, sondern auch seine Empfindungen und Gedanken. Das erste Jahrsiebt ist die Phase der sensomotorischen Entwicklung, welche die Grundlage für das Gelingen komplexerer seelischer, geistiger und sozialer Entwicklungen darstellt. Wir wollen: Ganzheitliche Entwicklung ermöglichen. Wir wollen die Bedingungen für eine altersgemäße seelische, geistige und körperliche Entwicklung schaffen. Altersgerechte Bildung und Förderung der selbsbildungspotentiale: Nach unserer Auffassung ist das freie Spiel das Hauptlernfeld des Vorschulkindes. Dem kleinen Kind soll ermöglicht werden, seine Selbstbildungspotentiale einzusetzen. Zur Förderung dieser Potentiale ist die curriculare Dimension des Waldorfkindergartens derart ausgestaltet, dass sie: Reich an komplexen Anregungen und Erfahrungsmöglichkeiten ist, welche in einen Sinnzusammenhang gebettet sind. Die individuelle Verarbeitung von Wahrnehmungen des Kindes zulässt, respektiert und wertschätzt. Didaktische Formen bevorzugt, in denen Kinder nicht belehrt werden. Geborgenheit geben: Wir wollen dem Kind durch einen strukturierten Tages- und Wochenrythmus Orientierung, Halt und Geborgenheit vermitteln. Sicherheit erlebt das Kind durch das Wiedererkennen des schon Erlebten. Wir wollen mit dem Kind, in enger Verbundenheit mit der Natur die Jahresfeste erleben. Sinnespflege leben: Die Vermittlung von harmonsichen, ästhetischen und wahrhaftigen Sinneseindrücken liegt uns sehr am Herzen. Bei der Gestaltung der Räume achten wir auf schöne und zum "Be-greifen" einladende Formen, eine harmonische Wirkung der Farben und ein gutes Raumklima durch den Einsatz von ökologischen Baustoffen. Die Sinne sollen nicht durch unüberschaubare Vielfalt und grelle Farben überreizt werden. Auf einfachen Instrumenten wie Flöte,Kinderharfe oder Klangspielen wird in den Mittagsschlaf geleitet und zu besonderen Anlässen wie Festen und Puppenspielen musiziert. Das Spiel- und Arbeitsmaterial ist so ausgewählt, dass es den Sinnen Nahrung gibt. Phantasie fördern: Wir wollen dem Kind im Denken, Fühlen und Wollen nachahmenswerte Vorbilder sein. Durch unsere sinnvollen, durchschaubaren Tätigkeiten wollen wir eine Athmosphäre schaffen, in der es leicht fällt, in ein tatkräftiges, phantasievolles Spiel zu finden. Respekt vor Andersartigkeit bzw. vor dem Individuellen.
Eurythmie-Unterricht, Vollwertküche, Familientreffpunkt, Spielgruppe für kleinere Kinder, Elternarbeit als zentraler Bestandteil, zwei Standorte (Haus Astonstraße und Haus Tomte)